Häufig gestellte Fragen zu Hausmitteln bei Migräne


Welche Pflanze hilft bei Migräne?

Es gibt einige Heilpflanzen, die Symptome einer Migräne lindern können. Eine davon ist das Mutterkraut, das häufig zur Vorbeugung von Migräneattacken eingesetzt wird. Auch die Butterblume kann präventiv helfen. Da aber pflanzliche Mittel ebenso Nebenwirkungen haben können wie andere Medikamente, sollten Sie zunächst einen Arzt oder Heilpraktiker konsultieren.

Welche alternativen Behandlungen von Migräne gibt es?

Neben Medikamenten gegen Migräne wie Schmerzmitteln, gibt es verschiedene alternative Behandlungsmethoden, die Menschen zur Linderung von Migräne ausprobieren. Darunter fallen Akupunktur, Biofeedback, Entspannungstechniken, chiropraktische Behandlungen und Homöopathie.  

Welche Hausmittel helfen bei Migräne?

Zu den Hausmitteln, die bei Migräne helfen können, gehören kühlende Umschläge auf Stirn oder Nacken, das Aufsuchen eines dunklen Raumes, um die Sinne zu beruhigen, Entspannungsübungen wie tiefes Atmen oder Meditation, ausreichend Schlaf und Trinken (mindestens 1,5 Liter am Tag).2 Koffeinkonsum kann bei manchen Menschen Symptome lindern, bei anderen eher verstärken. Auch bestimmte Kräutertees, wie beispielsweise Pfefferminztee oder Ingwertee, tragen unter Umständen zur Linderung von Migräne bei. 

Was sollte man bei Migräne meiden?

Bei Migräne sollten einige potenzielle Migräne-Auslöser gemieden werden. Dazu gehören Lebensmittel wie Alkohol, koffeinhaltige Getränke, Schokolade, Käse und stark verarbeitete Lebensmittel (Tiefkühl-, Fertigprodukte). Es ist wichtig, erst einmal die individuellen Auslöser zu identifizieren, da sie bei jedem Menschen verschieden sein können. Vielen hilft zur Identifikation ein Ernährungs- und Migränetagebuch

Migräne-Hausmittel: Pflanzliche Heilmittel gegen Migräne


Grundsätzlich gilt: Die Meinungen, ob pflanzliche Arzneimittel bei Migräne und Kopfschmerzen nun wirken oder nicht, gehen auseinander. Während manche Betroffene durchweg positive Erfahrungen machen, indem sie mit natürlichen Mitteln gegen Kopfschmerzen vorgehen, können andere überhaupt keinen Effekt bei sich feststellen. 

Bevor Sie bei Migräne Hausmittel wie Heilpflanzen ausprobieren, sollten Sie zunächst Ihren Allgemeinarzt befragen. Auch Heilmittel pflanzlicher Art können Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten haben oder sich in der Wirkstoffkonzentration stark voneinander unterscheiden. Folgende pflanzliche Hausmittel können die Attacken lindern:

Pestwurzextrakt zur Vorbeugung von Migräne

Die Heilpflanze Pestwurz wurde bereits im alten Griechenland verwendet. Extrakte der Pestwurz werden nicht in der Akutphase der Migräneattacke eingesetzt, sondern sind für die vorbeugende Therapie gedacht. Diese Form der Anwendung kommt generell dann infrage, wenn der Betroffene mehr als zwei- bis dreimal monatlich unter Migräne leidet.1 Pestwurz kann man rezeptfrei in Apotheken als Tinkturen, Kapseln oder Cremes und Salben erwerben.   

Mutterkraut als Hausmittel gegen Migräne

Auch diese Heilpflanze ist als prophylaktisches Hausmittel gegen Migräne gedacht und kann neben dem Migränekopfschmerz auch gegen Begleiterscheinungen wie Übelkeit und Erbrechen helfen. Mutterkraut gehört zur Familie der Korbblütler. Bei einer Überempfindlichkeit gegenüber Korbblütlern sind allergische Reaktionen nicht ausgeschlossen. Mutterkornpräparate erhalten Sie ohne Rezept beispielsweise in der Apotheke oder in einem Reformhaus und in verschiedenen Darreichungsformen:  

  • Kapseln und Tabletten: Mutterkrautpräparate werden häufig in Form von Kapseln oder Tabletten angeboten. Diese Darreichungsformen ermöglichen eine einfache Dosierung. 
  • Tinktur: Mutterkraut ist auch in flüssiger Form als Tinktur erhältlich. Diese ermöglicht eine schnelle Aufnahme der Wirkstoffe. 
  • Getrocknete Blätter: Manche Menschen ziehen es vor, getrocknete Mutterkrautblätter als Tee zuzubereiten. Sie können die Blätter mit heißem Wasser überbrühen und den Tee trinken.  

Bitte sprechen Sie vor der Einnahme von Mutterkraut über mögliche Präparate mit Ihrem Arzt.

Pfefferminzöl: Traditionelles Hausmittel gegen Migräne & Kopfschmerzen

Schon im Altertum wurde Pfefferminze als Heilpflanze eingesetzt. Und auch heute noch findet Pfefferminzöl als pflanzliches Hausmittel gegen Kopfschmerzen Anwendung. Wenige Tropfen des Öls werden bei einer Attacke zum Beispiel auf die Stirn und Schläfen aufgetragen. Die erfrischende und kühlende Wirkung des Öls soll einen positiven Effekt bei Migräne haben. Zudem hilft es, die Schmerzen abklingen zu lassen, indem es zwei wesentliche Schmerz-Nerven-Botenstoffe (Neurotransmitter) hemmt, die für Kopfschmerzen sorgen können: Serotonin und Substanz P.

Kleiner Exkurs:

Serotonin ist ein Neurotransmitter, der die Stimmung, den Schlaf und die Schmerzwahrnehmung reguliert. Ein Ungleichgewicht des Serotoninspiegels kann zu Migränesymptomen führen. Das Neuropeptid Substanz P spielt eine Rolle bei der Übertragung von Schmerzsignalen. Bei Migräne ist die Freisetzung von Substanz P an den Schmerzsignalwegen beteiligt. Die Hemmung von Substanz P kann helfen, Kopfschmerzen zu reduzieren.

Bitte beachten: Insbesondere wenn Sie schwanger sind oder stillen sollten Sie vor der Anwendung von Pfefferminzöl zur Migränebehandlung Ihren Gynäkologen konsultieren, um sicherzustellen, dass es für Sie und Ihr Baby unbedenklich ist. 

Ingwer lindert typische Migräneleiden

Ingwer kann ebenfalls zur Linderung der Beschwerden bei einem Migräne-Anfall eingesetzt werden. Dies ist vor allem auf die positiven Eigenschaften der Wurzel zurückzuführen:  

  • Entzündungshemmung: Migräne wird häufig mit entzündlichen Prozessen im Gehirn in Verbindung gebracht. Ingwer enthält Bestandteile, die entzündungshemmende Eigenschaften haben und dazu beitragen können, Beschwerden zu reduzieren. 
  • Schmerzhemmung: Aufgrund der entzündungshemmenden Eigenschaften hilft Ingwer unter Umständen, die Wahrnehmung von Schmerzsignalen zu verringern. 
  • Linderung Übelkeit: Viele Menschen mit Migräne leiden während eines Anfalls nicht nur unter starken Schmerzen, sondern auch unter Übelkeit bis hin zu Erbrechen. Ingwer wird hier eine positive Wirkung nachgesagt.  

Ingwer kommt in verschiedenen Formen zum Einsatz:  

  • Ingwertee: Eine einfache und beliebte Art, Ingwer zu sich zu nehmen, ist die Zubereitung von Ingwertee. Dazu schält man frischen Ingwer, schneidet ihn in dünne Scheiben und übergießt ihn mit heißem Wasser. Den Tee einige Minuten ziehen lassen und dann trinken. 
  • Ingwerkapseln oder -präparate: Ingwerpräparate in Form von Kapseln oder Tabletten sind in Apotheken und Drogerien erhältlich. Sie können eine praktische Alternative sein, wenn Sie keine frischen Ingwerwurzeln verwenden möchten. 
  • Ingweröl: Manche Menschen verwenden ätherisches Ingweröl gegen Migräne. Es kann auf die Haut aufgetragen und sanft einmassiert werden. 

Zusätzlich zu den genannten Anwendungen findet roher Ingwer auch in vielen kulinarischen Zubereitungen Verwendung. Frischer Ingwer wird fein gerieben oder gehackt und als Gewürz in Suppen, Eintöpfen, Soßen, Currys und vielen anderen Gerichten verwendet. Bitte beachten: Die Wirksamkeit von Ingwer bei der Linderung von Migräne kann von Person zu Person variieren.

Aromatherapie: Lavendelöl hilft bei Migräne-Attacken

In der Aromatherapie handelt es sich um eine Heilmethode, die ätherische Öle aus Pflanzen verwendet, um das Wohlbefinden durch Geruchsstimulation zu fördern. Sie wird wegen ihren entspannenden und beruhigenden Eigenschaften geschätzt. Zum Einsatz kommt hierbei zum Beispiel Lavendelöl, ein ätherisches Öl, das aus den Blüten des Lavendelstrauchs gewonnen wird. Es hat eine lange Geschichte in der Aromatherapie. Nachfolgend einige positive Effekte von Lavendelöl bei Migräne:  

  • Entspannung und Stressabbau: Migräneattacken werden häufig durch Stress oder Anspannung ausgelöst oder verstärkt. Lavendelöl kann helfen, sich zu entspannen und Stress abzubauen. Es wird häufig verwendet, um Ruhe und Schlaf zu fördern. 
  • Linderung von Kopfschmerzen: Das Einatmen von Lavendelduft oder das Auftragen von Lavendelöl auf Schläfen und Stirn, kann die starken Kopfschmerzen während einer Attacke hemmen. 
  • Linderung von Übelkeit und Erbrechen: Lavendelöl kann auch zur Linderung von Übelkeit und Erbrechen eingesetzt werden, die häufig mit Migräneanfällen einhergehen. 

Lavendelöl ist neben der Aromatherapie vielseitig verwendbar, zum Beispiel als Massageöl oder als Tee zur Entspannung und zum Stressabbau.

CBD und Migräne

Cannabidiol (CBD) ist eine natürliche Substanz aus der Cannabispflanze, die aufgrund ihrer schmerz- und entzündungsstillenden Wirkung bereits in der medizinischen Behandlung verschiedener Krankheitsbilder eingesetzt wird. Vieles deutet daraufhin, dass CBD auch bei der Linderung von Symptomen bei Migräne wirksam sein könnte, doch zukünftig ist hier noch weitere Forschung erforderlich. In der Apotheke ist CBD als Medikament zum Beispiel in Form von Öl erhältlich, das sublingual (über die Zunge) angewendet werden kann.

Ernährung: Tees, Säfte & Co. als Migräne-Hausmitte


Aus dem Lebensmittelregal gibt es auch Hausmittel gegen Migräne, die bei leichteren Verlaufsformen der Erkrankung helfen können: 

  • Tees: Neben Kamille-, Pfefferminz- oder Ingwertee wird Lindenblütentee eine heilende Wirkung im Zusammenhang mit Migräne nachgesagt. Die darin enthaltenen ätherischen Öle haben einen krampflösenden, schmerzstillenden und entzündungshemmenden Effekt. Wenn Ihnen der Geschmack von Nelken besser zusagt, können Sie auch Nelkentee probieren. Gewürznelken sind wegen ihrer schmerzlindernden Wirkung vor allem in der chinesischen und ayurvedischen Heilkunde verbreitet und finden daher auch als Hausmittel gegen Migräne Anwendung. 
  • Gemüsesaft: Säfte aus Gemüse wie beispielsweise Möhrensaft, Selleriesaft oder Rote-Beete Saft, gelten auch als bewährtes Hausmittel gegen Migräne.  

Dehydration (Austrocknung) kann ein Migräne-Auslöser sein. Daher ist es wichtig, ausreichend zu trinken (mindestens 1,5 Liter am Tag), um für eine gute Hydration zu sorgen.2 Wasser oder ungesüßte Tees sind hier die beste Wahl. Vermeiden Sie den übermäßigen Konsum von besonders zuckerhaltigen Säften oder Getränken, da hoher Zuckerkonsum auch mit Migräne in Verbindung gebracht werden kann.

Espresso mit Zitrone: Mythos?

Brummt der Kopf bereits, kann gegen Kopfschmerzen Kaffee mit Zitrone helfen: Geben Sie in Ihre Tasse Kaffee den Saft einer halben Zitrone. Zusammen sollen die darin enthaltenen Muntermacher Koffein und das Vitamin C der Zitrone körpereigene Botenstoffe hemmen, die an der Schmerzweiterleitung beteiligt sind. Die Wirkung kann jedoch von Person zu Person variieren – einen Versuch ist es wert.

Wichtige Nährstoffe bei Migräne

Magnesium ist ein lebenswichtiges Mineral und entscheidend, wenn es um die Vorbeugung von Kopfschmerzen, insbesondere Migräne, geht. Eine ausreichende Zufuhr ist von Bedeutung, da es beispielsweise an der Schmerzweiterleitung in Muskel- und Nervenzellen beteiligt ist. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine tägliche Magnesiumzufuhr für Erwachsene von 300 bis 350 Milligramm, wobei der genaue Bedarf vom Geschlecht abhängt.3 Nahrungsmittel wie Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse sind hervorragende Quellen für Magnesium und sollten in einer ausgewogenen Ernährung berücksichtigt werden. 

Darüber hinaus spielen gesunde Kohlenhydrate eine wichtige Rolle. Es ist ratsam, stark verarbeitete Lebensmittel und einfache Kohlenhydrate wie zum Beispiel in Fertigprodukten oder zuckerhaltigem Gebäck zu vermeiden, da sie zu Blutzuckerschwankungen führen können, die wiederum Kopfschmerzen auslösen oder verschlimmern können. Stattdessen sollte die Ernährung reich an komplexen Kohlenhydraten wie Ballaststoffen sein, die den Blutzuckerspiegel auf stabile Weise regulieren. Dies kann dazu beitragen, Migräneanfällen vorzubeugen und ihrer Schwere zu reduzieren. Auch Omega-3-Fettsäuren (beispielsweise enthalten in Makrelen, Lachs, Leinöl, Leinsamen) sollen möglicherweise das Auftreten von Kopfschmerzen reduzieren.4

Mögliche Auslöser in der Ernährung

Ein Glas Rotwein gilt zugleich als Auslöser, wie auch als Hausmittel bei Migräne.

Auch wenn die genauen Ursachen der Migräne nicht vollständig bekannt sind, gibt es doch einige Auslöser (sogenannte Trigger), die eine Migräneattacke begünstigen, sozusagen „anstoßen“, können. Bei Menschen, die unter Migräne leiden, kann die Wahrscheinlichkeit eines Anfalls auch durch unregelmäßige Schlaf- und Essgewohnheiten erhöht werden. Folgende Nahrungs- und Genussmittel können im Zusammenhang mit der Entstehung einer Migräne stehen:5  

  • Rotwein: Inhaltsstoffe wie Histamin oder Sulfite im Wein können bei manchen Menschen Migräneattacken auslösen. 
  • Käse: Vor allem gereifter Käse wird häufig mit Migräne in Verbindung gebracht. Gelegentlich werden auch Reaktionen auf bestimmte Eiweißstoffe in Joghurt oder Milch beobachtet. 
  • Koffein: Koffein, das in Kaffee, Tee und koffeinhaltigen Getränken wie Cola und Energydrinks enthalten ist, kann bei manchen Menschen Migräne auslösen oder verschlimmern. Jedoch kann auch das Gegenteil der Fall sein.  
  • Konservierungsstoffe: Einige Konservierungsstoffe, die in vielen Fertigprodukten enthalten sind, werden mit Migräne in Verbindung gebracht.  
  • Geschmacksverstärker: Glutamat, ein häufig verwendeter Geschmacksverstärker, der in Fertiggerichten wie Tütensuppen oder Brühwürfeln enthalten ist, wird ebenfalls als möglicher Migräneauslöser genannt. 
  • Eiscreme: Unter Umständen kann der Verzehr von Eiscreme aufgrund der Kälte die Blutgefäße verengen und so einen Kältekopfschmerz (umgangssprachlich Hirnfrost) oder Migräneattacken auslösen. 

Versuchen Sie daher, Lebensmittel, die Ihnen persönlich Beschwerden bereiten, aufzuspüren und zu vermeiden. Bei der Identifikation kann eine Kombination aus Migräne- und Ernährungstagebuch hilfreich sein. Darin dokumentieren Sie täglich aufgenommene Mahlzeiten, sowie auftretende Symptome. 

Wichtig!

Eine gesunde Ernährung mit frischen und vollwertigen Produkten wirkt sich positiv auf den gesamten Körper aus und ist daher auch für Migränepatienten empfehlenswert. Werden Nahrungsmittel als Auslöser vermutet, sollte dies ärztlich abgeklärt werden. Selbstständig eine Diät halten oder Mahlzeiten auslassen, sollten Sie vermeiden. Ein Kopfschmerztagebuch oder spezielle Unverträglichkeitstest (zum Beispiel auf Fructose-, Lactose- oder Histaminunverträglichkeit) helfen, problematische Nahrungsmittel zu identifizieren und gegebenenfalls die Ernährung anzupassen.

Weitere Hausmittel gegen Migräne: Kompressen und Akupressur


Statt direkt zu Medikamenten wie einem Schmerzmittel zu greifen, probieren Sie es doch einmal mit Kälte oder Wärme. Kalte Kompressen, die auf die Stirn und in den Nacken gelegt werden, können ebenfalls helfen: Durch die Kälte ziehen sich die bei Kopfschmerzen erweiterten Blutgefäße wieder zusammen.  

Doch Achtung: Legen Sie Eisbeutel nie direkt auf die Haut, da es sonst zu Erfrierungserscheinungen kommen kann. Wickeln Sie das Eis stattdessen zum Beispiel in ein Tuch ein. Alternativ zu einem Eisbeutel können sie auch ein Tuch mit sehr kaltem Wasser tränken, auswringen und verwenden.

Tipp: Betroffene empfinden unter Umständen auch die Anwendung einer warmen Kompresse oder einer Wärmflasche als wohltuend, insbesondere wenn die Migräne möglicherweise durch einen Spannungskopfschmerz und Muskelverspannungen im Nacken- oder Schulterbereich verursacht wird. Gelegentlich kann auch eine Massage im Nacken- oder Schulterbereich zur Linderung der Migräne beitragen. 

Migräne und Lebensstil: Wege zur Prävention


Illustration zeigt mögliche Maßnahmen, die neben Hausmitteln zur Behandlung von Migräne eingesetzt werden können.

Ein bewusster Lebensstil kann die Häufigkeit und Intensität bei Migräne entscheidend beeinflussen. Hier einige wichtige Tipps, die beachtet werden sollten, wenn es um Migräne-Prophylaxe geht: 

  • Auf Schlafhygiene achten: Ausreichender und regelmäßiger Schlaf ist entscheidend für die Vorbeugung von Migräne-Attacken. Achten Sie darauf, dass Sie nicht an Schlafmangel leiden und einen regelmäßigen Schlafrhythmus einhalten.  
  • Gutes Stressmanagement: Stress ist ein häufiger Auslöser von Migräne. Entwickeln Sie effektive Stressbewältigungsstrategien mit Entspannungstechniken wie Autogenes Training, Meditation, Yoga oder Progressive Muskelrelaxation. Diese Verfahren verbessern nicht nur das eigene Körpergefühl, sondern können auch dazu beitragen Stress zu reduzieren.  
  • Vielseitige Ernährung: Ihre Ernährung spielt eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung von Kopfschmerzen. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit vielen Ballastoffen, frischem Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und magerem Eiweiß. Manche Menschen reagieren empfindlich auf bestimmte Nahrungsmittel, insbesondere auf solche mit einem hohen Zuckergehalt (Süßigkeiten, Limonaden oder Weißmehlprodukte). Ein Ernährungstagebuch kann helfen, Auslöser zu identifizieren. 
  • Regelmäßiger Sport: Häufige körperliche Aktivität, insbesondere an der frischen Luft, kann zur Vorbeugung von Migräne beitragen. Übermäßiger Sport sollte vermieden werden, da dieser für den Körper Stress bedeuten kann. Leichte bis mäßige körperliche Aktivität hilft hingegen. Kombinieren Sie Sport mit Entspannungstechniken, um Stress abzubauen. 

Wann zum Arzt?

Es ist ratsam, professionelle Hilfe bei Migräne in folgenden Situationen in Betracht zu ziehen:

  • Wenn Sie Schmerzen haben, die schwer zu kontrollieren sind oder sehr intensiv sind.
  • Bei häufigen Attacken, die länger als gewöhnlich anhalten.
  • Wenn Sie neurologische Symptome erleben, wie Sehstörungen (sogenannte Aura) oder Taubheitsgefühle.
  • Wenn Ihre üblichen Medikamente (zum Beispiel Schmerzmittel wie Ibuprofen) nicht mehr wirken oder Sie immer höhere Dosen benötigen.
  • Wenn die Migräne Ihr tägliches Leben erheblich beeinträchtigt.
  • In besonderen Lebensumständen wie Schwangerschaft oder wenn andere gesundheitliche Probleme (chronische Krankheiten) vorliegen.

In diesen Fällen ist eine Rücksprache mit einem Arzt besonders wichtig.

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Julia Lindert Die Ressortjournalistin Julia Lindert spezialisierte sich während ihres Studiums auf die Themenfelder Medizin und Biowissenschaften. Medizinische Sachverhalte in verständlicher Sprache zu formulieren, ist das, was sie an ihrer Arbeit besonders mag. Ihr Credo in Bezug auf Krankheitsbilder und Therapiemöglichkeiten: Nichts beschönigen, aber auch keine unnötigen Ängste schüren. Julia Lindert Medizinredakteurin kanyo® mehr erfahren
Stephanie Letz Schon früh schrieb Stephanie Letz gerne an eigenen Texten. Später weckte die langjährige Arbeit in der Radiologie ihr Interesse für die Medizin und Gesundheitsthemen. Um die Leidenschaft aus der Kindheit damit zu verknüpfen, entschied sie sich für ein Journalismus-Studium mit dem Schwerpunkt Medizin und Biowissenschaft an der Hochschule Ansbach. Stephanie Letz Autorin kanyo® mehr erfahren
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