Migräne – was ist das?

Typisch für die Migräne sind die periodisch auftretenden Kopfschmerzattacken, die oft durch Begleitsymptome wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Überempfindlichkeit gegenüber Licht (Photophobie), Geräusche (Phonophobie) oder Gerüche (Osmophobie) gekennzeichnet sind. Die Schmerzen sind häufig pulsierend und einseitig und verstärken sich durch körperliche Aktivität. Bei einigen Patienten können vor dem Migräneanfall Aurasymptome wie Schwindel, Schwarzwerden vor den Augen oder Sprachstörungen auftreten.

Frau leidet unter pulsierenden Kopfschmerzen aufgrund von Migräne

Migräne und Kopfschmerzen können von Stress und Ängsten, Umweltfaktoren oder Hormonschwankungen ausgelöst werden. Veränderung des Schlaf-Wach-Rhythmus' sowie Nahrungs- und Genussmittel zählen zu den wichtigsten Triggerfaktoren.

Migräne lässt sich vorbeugen und behandeln, ist aber nicht heilbar. Eine medikamentöse bzw. nichtmedikamentöse Therapie kann nicht verhindern, dass die Schmerzen wieder auftreten.

Wie entsteht Migräne?

Die Migräne ist eigentlich eine Funktionsstörung der Hirnhaut und des Gehirns und deren Blutgefäße. Genetische, biochemische, psychische und vaskuläre Faktoren spielen eine Rolle bei der Entstehung von Migräne. Die Ursachen sind jedoch noch nicht völlig aufgeklärt.

Biochemische Prozesse können Migräne auslösen

Die Forschung konnte feststellen, dass der pulsierende Schmerzcharakater der Migräne durch die Gefäßerweiterung des Gehirns und der Hirnhaut hervorgerufen wird. Biochemische Prozesse, wie z. B. die übermäßige Ausschüttung im Blutkreislauf von dem Neurotransmitter Serotonin (Botenstoff, der den Informationsaustausch zwischen den Zellen ermöglicht) tragen auch zur Entstehung der Migräne bei.

Genetische Ursachen bedingen Migräne mit Lähmungserscheinungen

Bei der familiären hemiplegischen Migräne, einer Sonderform der Migräne, die sich durch Lähmungserscheinungen charakterisiert, wurden Gendefekte entdeckt. Also kann die Migräne auch genetisch bedingt sein.

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