Cluster-Kopfschmerz

Der Cluster-Kopfschmerz, auch Bing-Horton-Kopfschmerz genannt, ist ein streng einseitiger Augen-, Stirn- und Schläfenkopfschmerz, der in Attacken auftritt und  von den Patienten als brennend und unerträglich empfunden wird. Er wird von Nasenlaufen – oder Verstopfung, Tränenfluss, gerötete Bindehaut des Auges, Schwitzen im Bereich der Stirn oder des Gesichtes begleitet. Im Unterschied zu der Migräne sind die Schmerzen beim Cluster-Kopfschmerz im Liegen am stärksten. Die Attacken dauern 30 bis 180 Minuten und setzen häufig zur gleichen Stunden ein, in den meisten Fällen eine bis zwei Stunden nach dem Einschlafen oder früh am Morgen.  Bei einem Viertel der Patienten sind vor der eigentlichen Attacke Symptome der visuellen Aura zu beobachten.

Chronischer und episodischer Cluster-Kopfschmerz

Ca. 0,2% – 0,3% der Bevölkerung ist von dem Cluster-Kopfschmerz betroffen, mehr Männer als Frauen.  Meistens tritt sie zum ersten Mal im Alter von  28–30 Jahren auf oder auch später. Nach dem 75. Lebensjahr sind keine Cluster-Kopfschmerzen mehr zu erkennen. Der Cluster-Kopfschmerz kann episodisch (periodisch) oder chronisch sein. Die episodischen Kopfschmerzen treten gelegentlich auf- pro 24 Monate machen die Patienten ein bis zwei Cluster-Phasen durch. Von chronischen Kopfschmerzen hingegen ist die Rede, wenn sie ca. ein Jahr anhalten, ohne dass es mindestens zu einem 14-tägigen schmerzfreien Intervall gekommen ist.

Auslöser von Cluster-Kopfschmerz

Wie auch bei der Migräne sind die Triggerfatoren unterschiedlicher Herkunft und variieren von Patient zu Patient. Alkohol gilt als Auslösefaktor Nummer eins. Dabei kommt es auf die Menge an. Kleine Mengen können während der Cluster-Phase die Attacken auslösen, größere Mengen hingegen können sie teilweise verhindern. Substanzen wie Histamin und Nitroglyzerin zählen zu den Auslösern. Starke Gerüche ( Benzin, Parfüm, Klebstoffe) sowie blendendes Licht aktivieren den Cluster–Kopfschmerz.

Behandlung und Therapie von Cluster-Kopfschmerz

Als Therapie der ersten Wahl raten die Experten die Inhalation von 100% igem medizinischen Sauerstoff über Mundmaske. Die benötigte Menge (7-15 l/min) wird 15-20 Minuten eingeatmet in sitzender vornübergebeugter Position. Diese Methode äußert sich durch gute Verträglichkeit und besonders schnelle Wirkung- innerhalb von 7 Minuten merkt der Patient deutliche Besserung. Der Nachteil besteht darin, dass eine Sauerstoffflasche nicht immer zur Verfügung steht. Die Patienten können sich ein tragbares Sauerstoffgerät verschreiben lassen.

Medikamentöse Therapie von Cluster-Kopfschmerz mit Triptanen ist die andere bevorzugte Behandlungsmöglichkeit. Sumatriptan zur Injektion (6 mg) oder als Nasenspray führt innerhalb von 5-20 Minuten bei ca. 75% der Patienten zur Schmerzlinderung.

Als unwirksam gegen die Cluster-Kopfschmerzen gelten die Analgetika wie  Aspirin, Ibuprofen oder Paracetamol.