Spannungskopfschmerzen

Kopfschmerzen sind nicht immer eine MigräneDie Spannungskopfschmerzen und der Cluster–Kopfschmerz sind andere primäre Kopfschmerzarten, die mit der Migräne nicht verwechselt werden dürfen, und die meistens durch Stress ausgelöst werden.

Die Spannungskopfschmerzen (früher: vasomotorischer Kopfschmerz) sind die häufigsten primären Kopfschmerzen. Sie charakterisieren sich durch ein dumpf – drückendes bis ziehendes Schmerzgefühl und sind nicht pulsierend. Der Kopfschmerz ist bilateral, also tritt auf beiden Seiten des Kopfes auf. Der Betroffene hat das Gefühl einen zu engen Hut zu tragen.

Die Intensität der Spannungskopfschmerzen ist gering bis mäßig und verstärkt sich nicht durch körperlicher Aktivität. Im Gegensatz zur Migräne treten keine Aurasymptome auf. Übelkeit, Erbrechen, Photo- und Phonophobie sind untypisch.

Alle Altersgruppen können von Spannungskopfschmerzen betroffen sein, wobei die Symptome bei Kindern und Erwachsenen gleich sind. Treten sie an 15 Tagen pro Monat auf, spricht man von chronischen Spannungskopfschmerzen.

Neben dem universalen Auslöser Stress gelten als Ursache für die Spannungskopfschmerzen die Verspannungen der Nackenmuskulatur und die Veränderungen im Serotoninstoffwechsel. Die Ärzte empfehlen zur Prophylaxe Entspannnungsübungen und Muskelrelaxation, regelmäßiges Ausdauertraining (Joggen, Schwimmen, Radfahren) oder Akupunktur. Bei der Akuttherapie sind Schmerzmittel wie  Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen, Paracetamol oder Naproxen gut geeignet. Man sollte darauf achten, sie nicht länger als 10 Tage pro Monat anzuwenden.